Bericht

zurück

22.08.2016

Turnen: HSV mit Podestplätzen beim Turnfest

Nach der Titelverteidigung des Landesmeistertitels konzentrieren sich die Turner des HSV Weimar in ihrer Sommerpause auf das Erlernen neuer Elemente. Hier tut sich besonders Nils Bunge hervor. Nicht am geplanten Trainingsprozess teilnehmen kann Sebastian Merker. Er erlitt im Training einen Achillessehnenriss, befindet sich in physiotherapeutischer Behandlung und schindet sich vor allem im Kraft- und Beweglichkeitsbereich. Er war es auch, der seine Mannschaft nach Weimar zu einer großen "pool meets beach-Party" einlud, bei denen die Teilnehmer ihre Fähigkeiten u.a. beim Volleyball und Tischtennis unter Beweis stellen konnten. Am Folgetag lud der Inhaber des Belverdere Express, Jörg Dietel, das Team und Unterstützer zu einer Tour im offenen Panorama-Bus ein. Hier erfuhren die gebürtigen Weimarer und ihre Gäste auf unterhaltsame Weise viel Wissenswertes über diese tolle Stadt. Vielen Dank dafür!

Einziger Test des Sommers unter Wettkampfbedingungen: das traditionelle Friedrich-Ludwig-Jahn-Gedenkturnen in Freyburg/Unstrut

Einziger Test des Sommers unter Wettkampfbedingungen ist das traditionelle Friedrich-Ludwig-Jahn-Gedenkturnen in Freyburg/Unstrut. Im Vierkampf (Pauschenpferd, Sprung, Barren und Reck) starteten Nils Bunge und Björn Schneider in der schwierigsten Leistungsklasse 1 und Nils erturnte sich den Bronzerang. Gegenüber seinen acht Kontrahenten zeigte der 23-Jährige den besten Sprung der Konkurrenz. Ansonsten überzeugte er durch Ausgeglichenheit und Konstanz in Schwierigkeit und Ausführung. Nicht alles glatt ging bei Geburtstagskind Björn Schneider, der sich am Barren vergriff und einen Sturz verzeichnen musste. Am Ende wurde er Achter.

Friedhelm Wolfram wiederholte seinen dritten Platz aus dem Vorjahr. Besonders zufrieden zeigte sich der 72-Jährige mit seinem Auftritt am Barren. Am Reck erzielte er sogar die Tageshöchstwertung. Ohne den Wackler bei der Standwaage am Boden wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Schließlich betrug der Abstand zum Zweitplatzierten 0,05 und zum Ersten gerade einmal 0,3 Punkte.

Sein Sohn Jörg Wolfram konnte wetterbedingt nur zwei Geräte turnen. "11,60 am Sprung und 12,45 am Barren sind absolut in Ordnung, zumal es aufgrund der Besonderheit des Turnens unter freiem Himmel nie einfach ist in Freyburg zu starten." Aber auch ihm gelang wie im vergangenen Jahr der Sprung auf das Treppchen. Diesmal sorgte der 34-Jährige mit dem Silberrang für sein bestes Abschneiden im Stadion.

Weitere Erfolge aus Weimarer Sicht waren der 4. Rang von Jugendturner Jan Bierwagen, Maria Lippold wurde Fünfte bei den Frauen.

Damit holte die Abteilung des HSV drei Medaillen bei diesem einzigartigen nationalen Event in stark besetzten Leistungsklassen.

Nun liegt die Konzentration auf der Vorbereitung der Deutschen Hochschulmeisterschaften im November. Zuvor stehen aber noch die Kreisjugendspiele, die Hilfe beim Weimarer Stadtlauf und das Altersturnertreffen in Waltershausen auf dem Programm.

Jörg Wolfram