Bericht

zurück

13.10.2016

Turnen: Gold und Silber für Weimarer Senioren

Beim 57. Altersturnertreffen in Waltershausen konnte die Turnfamilie Wolfram Gold und Silber für sich verbuchen. Schon seit Jahren zieht es beide Altersturner in den Thüringer Westen, um sich mit Gleichgesinnten aus anderen Bundesländern (vor allem Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg) zu messen. Während sich Landesliga-Kapitän Jörg Wolfram mit einem neuen Punkterekord präsentierte (29,20 von 30 möglichen Punkten und dritthöchste Mehrkampfleistung des gesamten Wettkampfes), wurde sein Vater Friedhelm hinter dem ehemaligen Leistungsturner Frank Lahn (ehemals Kunstturn-Verein Chemnitz) Zweiter.

Dem erfahrensten Weimarer Turner gelangen die Übungen am Reck und Barren am besten. Aber auch am Boden und Sprung zeigte sich der Rentner mit seinen Vorträgen zufrieden: "Mit meiner Haltung war ich insgesamt einverstanden. Die Unsicherheiten am Boden wurden vergleichsweise hart bestraft, das Ergebnis geht aber auf jeden Fall in Ordnung."

Auch für Jörg war es ein gelungener Wettkampf: "Mit zweimal Streichwert 9,65 war das schon richtig gut. 9,7 an Boden und Sprunge und 9,8 am Barren habe ich noch nie bekommen", so der in Leipzig trainierende und für den HSV startende Lehrer.

Nur drei aus fünf geturnten Geräten kamen in die Wertung. Bei schwierigen und perfekt gezeigten Darbietungen bekommt man die Traumnote 10. "Da war ich schon nahe dran, aber mein Kampfgericht hat auch großzügig gewertet", weiß sich der 34-Jährige realistisch einzuschätzen.

Für ihn gibt es in diesem Jahr nur noch zwei große Einsätze als Kampfrichter bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft Anfang November in Chemnitz und beim Bundespokal der Landesturnverbände Ende November in Krefeld. Dafür bereitet er sich mit den Teilnehmern in einem Trainingslager in Halle/Saale in zwei Wochen vor.

Mit dem atmosphärisch schönen Altersturnertreff in Waltershausen/Schnepfenthal endet für Familie Wolfram aber erst einmal die aktive Turnsaison und Vater Wolfram gibt schon einmal die Richtung vor: "Nun haben wir endlich wieder Zeit, fleißig weitere Elemente zu trainieren." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Jörg Wolfram