Bericht

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08.11.2016

Turnen: Weimarer Turner verhelfen Uni Leipzig zu Top Ten Platzierung

Ein ereignisreiches Turn-Wochenende liegt hinter den Mitgliedern der Abteilung Turnen des HSV Weimar. Im Rahmen der Deutschen Hochschulmeisterschaften in Chemnitz turnten sie mit den besten Hochschulen des Landes. Obwohl der Wettkampf nicht optimal verlief, fanden sich die Leipziger Hochschulabsolventen auf Platz zehn wieder. Am Start waren 16 nationale Mannschaften.

Gefordert wurden mindestens sieben Teile aus den internationalen Wertungsvorschriften, die entsprechenden Elementgruppen und ein schwieriger Abgang. Das allein stellte sich schon als große Herausforderung dar, da die meisten Aktiven der Leipziger Auswahl zwar ambitionierte Breitensportler sind, deren Trainingsumfänge sich aber doch erheblich von denen anderer Turner unterscheiden.

Am einträglichsten war die Übung von Nils Bunge am Barren (12,40 Punkte), mit der er knapp das Gerätefinale verpasste. Auch am Reck (11,40 Punkte) und mit seinem neuen Sprung (Kasamatsu = 12,35 Punkte) wusste er zu überzeugen. Weniger optimal lief es für ihn am Boden und den Ringen.

Sebastian Merker wurde seinen eigenen Ansprüchen am Reck nicht ganz gerecht.

Am erfolgreichsten sicherlich war das Abschneiden vom Frankfurter Bundesliga-Turner Alexander Winter. Der Neu-Leipziger qualifizierte sich für das Pauschenpferd-Finale und wurde dort nervenstark mit der Bronzemedaille belohnt, eine nicht hoch genug einzuschätzende Leistung. Aber auch am Boden (11,80 Punkte), am Sprung (12,30 Punkte) und am Barren (11,40 Punkte) erzielte er beachtliche Ergebnisse.

Ein weiterer Weimarer Vertreter bei dieser Meisterschaft war Bernhard Weigel, der für die TU Dresden am Boden und Pferd wichtige Zähler beisteuerte. Er turnte den Allgemeinen Deutschen Hochschul-Cup, eine Klasse unter den Deutschen Hochschulmeisterschaften.

Mit seiner Auswahl landete er auf dem fünften Platz.

Neuzugang Tobias Grünewald, der für die TU Chemnitz antrat, kämpfte sich ins Barrenfinale und wurde dort 6. Nach vielen Jahren Wettkampfpause war das wieder sein erster richtiger und wichtiger Auftritt, und das ausgerechnet bei der Hochschulmeisterschaft. Die Nervosität war nicht nur ihm anzumerken. Die zum Teil schwierigen Gerätebedingungen taten ihr übriges. Dennoch erturnte er an seinem Paradegerät Boden starke 12,75 Punkte.

Aber auch im Kampfgericht fand man Weimarer Beteiligung vor. Jörg Wolfram wertete an beiden Tagen und wurde auch bei den Gerätefinals eingesetzt.

Insgesamt sprach die Truppe von einem gelungenen Wettkampfwochenende, denn abgesehen vom Sportlichen bietet diese Meisterschaft eine unvergleichliche Stimmung und den Austausch mit ehemaligen Weggefährten und auch eine gute Chance auf neue Begegnungen.

Ende November führt es die HSV Turner nach Krefeld. Dort findet der Bundespokal der Landesturnverbände statt. Mit Nils und Tim Bunge, Björn Schneider, Sebastian Merker, Tobias Grünewald und Marc Schindler vom MTV 1860 Erfurt stellt der Thüringer Turnverband eine starke Auswahl.

Jörg Wolfram