Bericht

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13.02.2017

Kraftsport: Gustav Waidmann zum dritten Mal deutscher Meister

Deutsche Meisterschaften im Kraftdreikampf

Am Wochenende fanden die Deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf statt. Vom Freitag bis Sonntag traten im brandenburgischen Lauchhammer die besten deutschen Athletinnen und Athleten im Kampf um die Meistertitel an. Insgesamt hatten über 170 Sportler aller Alters- und Gewichtsklassen gemeldet.

Gustav Waidmann beim Kreuzheben

Die Farben der Weimarer Kraftsportler vertrat dabei Gustav Waidmann vom HSV Weimar. Sein Wettkampf begann schon am Freitag früh. Er trat in der Gewichtsklasse -93 kg der AK3 an.

AK3 bedeutet im Kraftsport ein Alter von 60-69 Jahren! Dementsprechend trafen dort teilweise jahrzehntelange Trainings- und Wettkampferfahrung der einzelnen Sportler gegeneinander an.

Gustav Waidmann hatte es mit 4 Konkurrenten zu tun. Sein langjähriger stärkster Gegner vom VfV Cremlingen war gesundheitlich etwas angeschlagen und zog es vor, dem Weimarer aus dem Weg zu gehen, indem er in die nächsthöhere Gewichtsklasse wechselte. Dafür kam jedoch ein „Neu-AK3“ Athlet mit einer sehr guten Meldeleistung hinzu. Diesen galt es also besonders zu beobachten.

Der Wettkampf begann wie immer mit der Disziplin Kniebeuge. In seiner Paradedisziplin hatte sich Waidmann viel vorgenommen. Das Training lief sehr gut und die Tagesform passte auch. Nach lockeren 215 kg im Anfangsversuch wurden für den zweiten Antritt gleich 235 kg gefordert und auch souverän bewältigt. Da die Konkurrenz somit schon etwas auf Abstand gehalten war konnte alles auf eine Karte gesetzt werden – Deutscher Rekord Versuch von sage und schreibe 248 kg! Voll motiviert und mit der Unterstützung der Betreuer und des Publikums gelang auch dieser Versuch. Damit war ein komfortabler Vorsprung in der Zwischenwertung von 40 kg zum Zweitplatzierten herausgearbeitet.

Die Devise hieß jetzt mit sicheren Versuchen den Rekord als auch den Sieg abzusichern. Im Bankdrücken gingen 140 kg in die Wertung. Die Steigerung um 5 kg im letzten Versuch war dann etwas zu schwer.

Im abschließenden Kreuzheben musste dann noch einmal der Zweitplatzierte vom AC Schrobenhausen beobachtet werden, welcher dort seine Spezialdisziplin hatte. Da Gustav Waidmann über 200 kg, 212,5 und schließlich 220 kg alle seine drei Versuche gültig hatte, reichten dem Bayer selbst ein sehr guter Deutscher Rekord über 246 kg nicht mehr um den Weimarer einzuholen.

Somit stand Gustav Waidmann schließlich zum insgesamt dritten Mal ganz oben auf dem Treppchen einer Deutschen Meisterschaft.

Peter Schmidt