Bericht

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21.02.2017

Turnen: HSV Turner siegen beim Saisonauftakt

Einen durchweg erfolgreichen Heimwettkampf erlebten die Turner des HSV Weimar am vergangenen Samstag. In der Falkenburg setzten sie sich mit 229,85 Punkten deutlich vor der TsG Jena (216,85), dem MTV 1860 Erfurt (211,20) und dem Gothaer TV 1860 (209,85) durch. Weimars Erste verbuchte auch alle Gerätwertungen für sich. Aber auch die neu formierte zweite Mannschaft hatte Grund zur Freude und landete mit 201,70 Zählern vor Jena II (195,15), dem TGV Waltershausen (189,90) und der WG Erfurt-Ilmenau (181,15).

Traditionsgemäß starteten die Weimarer furios am Boden, markierten mit 42,45 Punkten die mit Abstand meisten aller Teams. Besonders Neuzugang Tobias Grünewald, der sein Landesliga-Debüt gab, bekam für seine schwierige Übung 14,95 Punkte und damit die meisten aller Wettkämpfer. Dahinter kamen Nils Bunge mit 14,05 und Björn Schneider mit 13,45. Am Pferd und den Ringen turnte die Truppe um Kapitän Sebastian Merker konzentriert, alle Aktive erreichten 12 oder mehr Zähler. Björn Schneider wurde mit einer Wertung von 13,45 Tagesbester an den Ringen. Der erarbeitete Vorsprung vergrößerte sich am Sprung und Barren noch und wurde durch einen erneuten Höchstwert am Barren durch Tobias Grünewald veredelt (13,20). Auch am Reck trat der Titelverteidiger geschlossen und qualitativ hochwertig auf und wurde seiner Favoritenstellung damit mehr als gerecht. "Es lief wie erhofft", wertete Kapitän Sebastian Merker den Vergleich seiner Mannschaft aus. "Glücklicherweise konnten wir unsere Form aus dem vergangenen Jahr aufrechterhalten und ähnlich dominant auftreten. Ich freue mich auch über die tolle Stimmung in der Halle und über das Funktionieren des Wettkampfprogramms." Merker und sein Team setzten für Aktive und Zuschauer ein neues Wertungserfassungsprogramm ein, mit dem die Endwertungen sofort für alle sichtbar auf einer großen Leinwand angezeigt wurden. Sein Arbeitskollege Thomas Lehmann führte als Hallensprecher fachkundig und unterhaltsam durch den Nachmittag. Nils Bunge punktete auf hohem Niveau für den HSV, sein Bruder Tim war ein gefühlter Neuzugang, konnte er im zurückliegenden Jahr durch Abwesenheit und Verletzungen nur wenige Geräte turnen. Beim Heimwettkampf überzeugte der junge Mann vor allem am Pferd und an den Ringen. Sebastian Merker zeigte sich nach seinem Achillessehnenriss in toller Form und stellte sich an vier Geräten in den Dienst der Mannschaft. Björn Schneider agierte gewohnt kraftvoll und sicher an seinen vier Geräten und Tobias Grünewald übernahm direkt Verantwortung an fünf Geräten. Auch Boris Merino brachte sich wie seine Teamkameraden rechtzeitig zum Ligastart in Form und genoss seine Vorträge am Boden und am Reck. "Man merkt, welche Lust und welche Freude am und zum Turnen in den Jungs steckt. Das wollen wir auch zukünftig aufrechterhalten.", ergänzt Merker.

Ähnliches kann man über die zweite Mannschaft sagen. Zu fünft angetreten, wurde die erfahrene Riege erwartungsgemäß Fünfter und turnte nahezu am Limit. "Unser Ziel war ein Schnitt von 11 Punkten pro Übung, das wären an 6 Geräten mit den drei besten Übungen 198 Zähler gewesen, 201 Punkte sind außergewöhnlich gut für uns." Am Startgerät Ringe überzeugten Jörg Wolfram, Florian Merker und Denis Gladziewski vollkommen. Das setzte sich am Boden fort. Beide Geräte zählten zu den besten der Zweiten. Kapitän Jörg Wolfram turnte seine umgestellte Übung am Boden äußerst sauber. Überhaupt erreichte er fünf von sechs Höchstwerte seiner Mannschaft und war mit seinem Mehrkampf sehr zufrieden: "Heute klappte so gut wie alles. Alle Landungen endeten im sicheren Stand. Fast 70 Punkte vor heimischen Publikum sind spitze, so macht Turnen besonders viel Freude." wertete der Oldie den Tag aus, an dem er sich auf Platz drei der Einzelwertung wiederfand. "Schade war der Absteiger von Berni am Pferd. Seine Übungen im Training und beim Einturnen waren klasse, das zeigt er sicher in Jena wieder. "Auch Denis Gladziewski demonstrierte seine sportliche Einstellung: "Auch wenn ich nicht die hochklassigsten Übungen habe, turnen will ich sie trotzdem, um der Mannschaft zu helfen." so der zweite Oldie im Team. Er und Florian Merker können nur eingeschränkt trainieren. Wolfgang Raddatz turnte seit Jahren wieder fünf Geräte im Wettkampf: "Ich und Pferd - das gab es im Wettkampf zuletzt vor Jahren.", so der Modellathlet, der auch seinen neu erlernten Überschlag mit halber Längsachsendrehung am Sprung zeigte. Am Reck erreichte er den absoluten Höchstwert seiner Mannschaft. "Mal sehen wie die nächsten Wettkämpfe am 12.3. in Jena und 2.4. in Waltershausen laufen.", so der 27-Jährige.

Saskia Ghandour