Bericht

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05.04.2017

Turnen: HSV-Männer kommen Titelgewinn näher

Die Turner des HSV Weimar konnten Ihren nächsten Wettkampf für sich entscheiden. In Waltershausen siegten die Männer um Kapitän Sebastian Merker vor dem MTV Erfurt, der den Gesamtzweiten aus Jena auf den Bronzerang verwies. Mit Rang vier führte Weimar II den Rest des Feldes an.

Die HSV-Turner in Waltershausen

Auch wenn Weimars Erste erstmalig Gerätpunkte am Sprung verlor, war der Vorsprung auf die Erfurter am Ende mit zwölf Punkten wieder sehr groß. Gewohnt hochwertig am Boden, katapultierte sich das Team am Pferd auf über 40 Punkte. Aber auch am Barren und den Ringen kamen Alexander Winter, Tim und Nils Bunge, Boris Merino und Tobias Grünewald dieser magischen Grenze sehr nahe. Mann des Tages war der ehemalige Bundesliga-Turner Tobias Grünewald, der am Boden, den Ringen, am Sprung und am Barren mit Abstand die Tageshöchstwertungen erzielte und sich ob seiner starken Auftritts zurecht feiern ließ. Alexander Winter gelang seine schwierige Pauschenpferdübung technisch sauber und er erreicht mit 14,55 Punkten eine Wertung, die zukünftig wohl nur schwer zu toppen sein dürfte. Beim abschließenden Saisonfinale in Erfurt am 20.Mai sollte der Titel nur noch Formsache sein, zu groß ist der Vorsprung auf die Verfolger. "Rechnerisch möglich ist noch vieles, aber wir wollen in Erfurt nichts anbrennen, erneut auftrumpfen und so keine Zweifel am Titelgewinn aufkommen lassen." so Merker.

Die zweite Mannschaft hatte bei diesem Vergleich doch erheblich mehr Schwierigkeiten, erzielte 5 Punkte weniger als zuvor in Jena, kam dennoch überraschend auf Platz vier. "Die niedrige Punkteausbeute hängt einerseits mit den strengen Kampfrichtern zusammen, andererseits haben wir aber auch ungewohnte und einfache Fehler gemacht. Über das Endresultat können wir uns dennoch freuen", analysiert Kapitän Jörg Wolfram den Vergleich. "Vor allem am Barren lief es gar nicht gut, insgesamt waren es einige Fehler zu viel.", so der Oldie weiter. Dass es schlussendlich doch vier Punkte Vorsprung auf Waltershausen und Jena II waren, lag an den guten Weimarer Geräten Boden, Ringe und Reck. Aber auch am Pferd und Sprung turnte die Riege im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Neben Jörg Wolfram, der wieder alle sechs olympischen Geräte absolvierte und Wolfgang Raddatz, der sich nach fünf Wochen ohne Training an fünf Geräten in den Dienst der Mannschaft stellte, turnte auch Bernhard Weigel seine Übungen am Boden, Pferd und Sprung sehr sicher. Denis Gladziewski und Christian Kotte komplettierten das Quintett, das beim abschließenden Wettkampf in der Landeshauptstadt den vierten Rang verteidigen möchte. Dann wäre es eine Saison für den HSV, die besser nicht hätte laufen können.

Die Turnfreunde vom gastgebenden TGV Waltershausen organisierten einen stimmungsvollen Wettkampf, der mit einer gemütlichen Grillrunde beendet wurde.

Nächster Turntermin sind die Landesmeisterschaften am 13. und 14. Mai, bei denen sich einige Weimarer Athleten für das internationale Deutsche Turnfest in Berlin qualifizieren möchten. Dann geht es Schlag auf Schlag: nach dem Ligafinale am 20. Mai in Erfurt, zieht es einige Weimarer Turner in die Bundeshauptstadt, in der in der ersten Juniwoche die größte Breitensportveranstaltung der Welt stattfindet. Und Weimar ist dabei.

Jörg Wolfram