Bericht

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13.06.2017

Turnen: Top-Ten-Platzierungen in Berlin

Beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin gab es für die Turner des HSV Plätze unter den besten Zehn und weitere erfolgreiche Platzierungen. 25 Weimarer Turner und Turnerinnen nahmen am Turnfest teil.

Weimars Turner beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin 2017

Beim Deutschland-Cup, den Deutschen Meisterschaften der Amateure, in der Altersklasse 18-29 wurde Nils Bunge Achter und Sebastian Merker Neunter. Tim Bunge landete auf dem 13. Rang. Alle drei Landesligaturner und frisch gekürte Landesmannschaftsmeister kamen nicht fehlerfrei durch ihr Programm. Nils erwischte es beim Abgang an den Ringen, Sebastian an seinem Paradegerät Reck und Tim an seinem Spezialgerät Pauschenpferd. 30 Starter waren zu dieser Meisterschaft angetreten. "Auch wenn nicht alles optimal lief, können wir mit dem Endergebnis zufrieden sein, denn die Konkurrenz war wirklich stark. Die meisten der im Vorderfeld Platzierten sind Mitglied eines Bundesligateams und wir ambitionierte Breitensportler.", so der einstimmige Tenor der Wettkämpfer. Betreut wurden sie von ihrem Mannschaftskameraden Tobias Grünewald, der eigens für dieses Ereignis angereist war.

Weimars Turner beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin 2017 - Herren

Die Vertreter der zweiten Ligamannschaft, Jörg Wolfram und Denis Gladziewski, fanden sich beim Ranghöchsten Wettkampf dieser Altersklasse, den Deutschen Seniorenmeisterschaften, kurz hinter den Top Ten wieder. Nach dem Abspielen der Nationalhymne brauchten die 35-Jährigen etwas, um in Fahrt zu kommen. Erst an seinem Lieblingsgerät Boden gab es für Jörg Anlass zur Freude. Am Ende verfehlte er eine einstellige Platzierung nur knapp. Denis wurde 18. und war mit seiner Punktzahl sehr zufrieden: " Dafür, dass ich kaum trainieren kann, war das Ergebnis in Ordnung.", so sein Wettkampffazit. Im Vorfeld hatte er seine Übungen etwas umgestellt, auf einige Schwierigkeiten verzichtet. Boden, Barren und Ringe zählten zu seinen besten Geräten. 26 Sportfreunde aus dem gesamten Bundesgebiet machten diesen Vergleich zu etwas ganz Besonderem. Einzig die Wettkampfdauer von mehr als fünf Stunden war für die Sportler etwas ermüdend. 22:45 Uhr war dann auch die Siegerehrung geschafft.

Weimars Turner beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin 2017 - Friedhelm Wolfram

In der Altersklasse 70 bis 74 konnte sich Friedhelm Wolfram über den 8. Platz freuen. Sehr sauber und konzentriert zeigte er seine Übungen. Dabei punktete er sehr ausgeglichen und bekam zwei Zähler mehr als bei den Thüringer Landeseinzelmeisterschaften. 19 Sportler stellten sich den Wettkampfanforderungen.

Schließlich ging auch Florian Merker bei den 25-29-Jährigen an die Geräte. Beim Pokalwettkampf wurde er 29. unter 50 Turnbegeisterten. Besonders am Boden, am Barren und an den Ringen tat er sich hervor.

Weimars Turner beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin 2017 - Damen 1

Bei den Frauen traten im Pokalwettkampf LK 2 AK16 4 Mädchen in einem Teilnehmerfeld von 202 Teilnehmerinnen an. Theresa Naue konnte hier den 45. Platz erzielen. Schwebebalken und Boden waren ihre besten Geräte. Bei dem Pokalwettkampf AK 17 turnten Carolin Schnell und Carly Hubl gegen 121 weitere Turnerinnen. Beide turnten souverän, konnten sich aber gegen die starke Konkurrenz nur im Mittelfeld platzieren.

Weimars Turner beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin 2017 - Damen 2

Miriam Rebsamen (AK 25-29) turnte zusammen mit 74 Turnerinnen, wobei hier auch einige Thüringerinnen vertreten waren. Miriam turnte erst das 2. Mal ihre neue Bodenübung und wurde auf dem Turnfest mit 12,65 Punkten belohnt. Ihr Lieblingsgerät Sprung wurde sehr streng benotet, aber für sie lief der Wettkampf sehr gut. Victoria Schreiber (AK 18) kam extra zum Wettkampf nach Berlin. Boden und Stufenbarren liefen gut, aber am Balken und Sprung siegte die Nervosität bei 117 Gegnern.

Denis, Saskia, Sebastian und Jörg stellten ihr Turnwissen als Kampfrichter zur Verfügung. Neben diesen anstrengenden Einsätzen betreuten und unterstützten sie ihre Vereinskameraden, nahmen an verschiedenen Veranstaltungen teil und erkundeten die Messe mit ihren zahlreichen Angeboten.

Eine Woche schlafen in Schulen auf Luftmatratzen, immer in Gemeinschaft, Laufen bis die Füße rund sind, warum tun wir uns das an? Ganz einfach, es ist die Atmosphäre bei den Wettkämpfen, das Kennenlernen anderer Disziplinen, das Wiedersehen befreundeter Turner und Turnerinnen aus anderen Vereinen, die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer und die faszinierenden Großveranstaltungen. Eine Helferin sagte: Die Turnfest-Familie ist sportlich, fröhlich, ausgelassen und dankbar und so soll es auch bleiben.

Alles zu sehen und auszuprobieren war unmöglich und so bleibt der Reiz des nächsten Turnfestes, das 2021 in Leipzig fast ein Heimspiel für einige Weimarer Turner darstellt, weil sie dort leben und arbeiten.

Jörg Wolfram und Saskia Ghandour