Bericht

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24.08.2017

Turnen: Freyburg rief und Turner und Turnerinnen kamen

Zum 95. Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfest in Freyburg/Unstut trafen sich am vergangenen Wochenende wieder hunderte Turnbegeisterte aus ganz Deutschland. Traditionell auch am Start waren die Turner des HSV Weimar. Mit zwei Podest- und weiteren Top-Ten-Plätzen fiel das sportliche Fazit sehr positiv aus. Aber auch die Teilnahme von Wettkampfneulingen bzw. -Wiedereinsteigern wurde gefeiert und Freundschaften zu anderen Turnern und Vereinen wurden gepflegt.

Die Turnerinnen und Turner des HSV Weimar beim Trunfest 2017 in Freyburg

Bei durchwachsenem Wetter unter freiem Himmel in einem Stadion zu turnen, stellte die Teilnehmer vor eine erhebliche Herausforderung. Dank ihrer Routine, ihrer Nervenstärke und guten Vorbereitung konnten sich die amtierenden Landesmannschaftsmeister Nils Bunge, Tobias Grünewald und Sebastian Merker gegen ein starkes Starterfeld behaupten. Tobias startete mit dem besten Sprung der Konkurrenz, musste aber wie seine Mitstreiter etwas Federn am Pauschenpferd lassen. Mit 14,55 Punkten erzielte er seinen Gerätehöchstwert am Barren, aber auch Sebastian und Nils wussten mit überzeugenden Darbietungen an Barren und Reck zu gefallen. Schlussendlich fand sich Tobias auf dem Bronzerang wieder. Seine Teamkameraden landeten auf den sehr guten Plätzen 5 und 6.

Noch etwas besser lief es für Jörg Wolfram in der Altersklasse 35-39. Nach neuem Punkterekord belegte er den zweiten Rang, sein bestes, offizielles Ergebnis beim Turnfest. Vor allem am Barren lief es für ihn sehr rund (12,75 Punkte).

So lief es auch bei den Frauen ganz gut. Kerstin Kanitz als Wiedereinsteiger erturnte sich den 6. Platz in ihrer Altersklasse. Maria Lippold verfehlte mit knappen 0,7 Punkten den 3. Platz in der LK2. Katharina Kersten und Miriam Rebsamen landeten hier im Mittelfeld. Auch in der weiblichen Jugend konnten sich Luise Sauer und Emilia Brandt im Mittelfeld platzieren.

Am Sonntagvormittag schließlich stellten sich die Landesligaturner Florian Merker und Christian Kotte den wachsamen Augen der Kampfrichter. Und auch hier gab es vordere Platzierungen zu vermelden. Nach vier Geräten wurde Christian 4. und Florian 7. Beide kamen am Pferd gut aus den Startlöchern und meisterten auch den Sprung ohne größere Fehler. Während sich Christian über seine gelungene Barrenübung freute, hatte Florian Pech, weil er sich die Hände aufturnte und den Wettkampf unter Schmerzen noch beendete. Christian derweil musste einmal vom Reck, beendete danach aber seinen Vortrag fehlerfrei.

Bei den Frauen lief es am Sonntag recht ausgeglichen. Hannah Matthias turnte souverän aber vergab sich leider wichtige Punkte, weil sie am Balken die ganze Drehung einfach mal vergessen hatte. Carly Hubl turnte als „alter Freyburghase“ gelassen und ließ die wunderschöne Atmosphäre dieses Wettkampfs auf sich wirken.

Das Reck war auch das Knackpunktgerät von Friedhelm Wolfram. Der erfahrenste Athlet des HSV musste das Gerät verlassen und ging danach kurzfristig ans ungeliebte Pauschenpferd, um seine Fehler auszugleichen. Mit seinen Wertungen am Boden und Barren zeigte sich der Rentner indes zufrieden. In der Endabrechnung gelang ihm noch der 7. Platz

Zufrieden waren nach dem Wettkampf auch Matthias Rebel, Saskia Ghandour und Thomas Bleicher, die in ihren Altersklassen Mittelfeldplätze belegten und nach vielen Jahren wieder zum Turnen unter Wettkampfbedingungen finden. Das freut die Abteilungsleitung um Abteilungsleiter Denis Gladziewski sehr und das soll auch noch lange so weiter gehen.

Jörg Wolfram